• Johanna Pardo

Erlaube niemandem, deine Geschichte für dich zu schreiben!

Aktualisiert: 3. Juni 2020



Jawohl – daran glaube ich: Dass jeder von uns etwas in sich hat, dass nur er ganz persönlich genauso so hat. Eine Eigenschaft, einen Wert, einen sensiblen Punkt, eine Gabe. Ein echtes Unikat eben. Niemand anderes auf dieser Welt fühlt die Emotionen die wir in uns tragen, in der Art und Weise, wie wir es fühlen. Niemand auf dieser ganzen Welt, kann auf die Art und Weise lieben, wie wir es tun. Dieses Unikat, geformt aus den Erfahrungen unseres Lebens, ist so wertvoll, dass es mit Geld nicht zu bezahlen wäre und ohne all diese Erfahrungen, wären wir nicht dieses Unikat. Komisch, dass wir oft aber genau gegen das, so sehr kämpfen. Gegen unsere Erfahrungen. Und da wir es weg haben wollen, mindern wir damit automatisch unseren Wert..

Wenn du jemandem der Louis Vuitton nicht kennt, eine Tasche von dem Label gibst, wird er es vielleicht für seine Wocheneinkäufe benutzen. Sieht robust aus. Etwas bekommt einen Wert, dadurch dass ich weiss, dass es diesen Wert hat.


Welchen Wert gebe ich mir?


Das erinnert mich an einen Ex-Chef von mir, der immer die Preisschilder auf seine Geschenke drauf ließ. Naja, wie dem auch sei… wenn ich mich als Biene für eine Wespe halte, ist es kein Wunder, dass ich Depressionen bekomme. Unsere Welt hat sichtlich Depressionen, findest du nicht?

Ich glaube ja auch, dass unser größtes Menschheitsproblem auf den Punkt gebracht unsere krasse Amnesie ist. Wir haben alles einfach vollkommen vergessen. Wir haben so fett Demenz! Unglaublich. Wir haben einfach vergessen, wer wir wirklich sind und weil wir uns für Wespen halten und uns mit unseren irdischen Erfahrungen so identifizieren, fühlt sich das Leben schwer an und weil wir tatsächlich glauben, dass alles Wunder das um herum passiert, schön und gut ist, aber dass wir doch kein Teil dessen sind, kämpfen wir mit jedem und allem, vor allem mit uns selbst. Nimm dich mal nicht so wichtig, ja?


In all dem Shit vergessen wir, dass unsere Identifikation Unendlichkeit ist. Wir können uns nicht vorstellen, was Unendlichkeit bedeutet, oder? Ziemlich sicher kann ich dir aber sagen, was es auf keinen Fall bedeutet. Nein, es bedeutet nicht, dass ich den ganzen Tag als einziges Thema die Geschichten anderer habe.. Nein Unendlichkeit bedeutet auch nicht, dass ich Müll ins Meer werfe oder in mein Hirn… Und auch nicht, dass ich ein anderes Wesen zu meinem Feindbild mache, weil ich mich bedroht fühle.. und schon gar nicht, bedeutet unendlich zu sein, mich als Opfer meines Daseins zu empfinden und nebenbei, es bedeutet auch nicht, in den Socialen Medien meine Mitmenschen wie die Ratten der Straße zu behandeln..

Aber warum sind wir dann hier?
Warum bist du hier?


Keine Ahnung woran du glaubst – mein eigener, ganz individueller und freier Glaube hat sich erst in den letzten 5 Jahren geformt – die ersten 20 Jahre meines Lebens war ich bei den Zeugen Jehovas und besaß zwar offensichtlich Glaube und Religion, lief jedoch die ganze Zeit mit so einem Matarphal auf dem Rücken durch die Gegend und fühlte mich jeden Tag zerrissen. So vieles dort passte mit meinem Verständnis der Unendlichkeit nicht zusammen. Ich war danach auch 5 Jahre Atheist und habe auf Gott und all das geschissen.

„Glaube vereint, Religion trennt.“

Diesen Grundsatz habe ich erlebt. Ich kenne kaum Religionen, die in den Mittelpunkt ihres Glaubens, den Menschen stellen. Ein gläubiger Mensch sollte demütig sein und dazu gehört eben auch, sich nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Der Glaube wird an etwas äußeres übertragen und so gut wie niemals, geht um den Glauben an sich selbst.


Stattdessen vermitteln die meisten Religionen, furchteinflößende Szenarien, wenn man es nicht schaffen sollte, sich an die strengen Regeln Gottes zu halten. Einen kleinen wütenden, wertenden, irdischen Gott – haben sie uns da erschaffen. Und wir, getrieben von Angst, buckeln viele Stunden, natürlich ehrenamtlich, damit ein paar wenige sich daran bereichern. Das ist doch Blasphemie!

Glaube in seiner reinen Form hat absolut nichts Erniedrigendes, wertendes oder vernichtendes. Ganz im Gegenteil. Es ist der Glaube, der Millionen von Menschen das Leben gerettet hat, als sie in Not waren und nicht mehr weiter mussten. In diesen Phasen unseres Lebens ähneln sich die Gebete aller Nationen. Es geht um die Liebe, Vergebung, neue Chancen und um Gesundheit und Trauer.. Wenn wir in der Substanz alle um das gleiche beten und auch auf das gleiche hoffen, könnte man ja fast meinen, wir wären verwandt. ;)

Ich glaube daran, dass die vielen verschiedenen Propheten alle ähnliches verkündet haben, weil es eben nur EINE Quelle gibt. Nur haben dann die jeweiligen Interpretationen und Kulturen ihr übriges getan – so dass mit der Zeit, aus jeder Essenz dieser Propheten, die bei allen die Liebe ist, mit der Zeit ein System aus Angst, Regeln und Bestrafungen konstruiert wurde. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das aus dem Mund eines weisen Mannes oder einer weisen Frau gekommen sein soll..


Wir glauben an die wildesten Sachen,
aber an das Wunder das wir offensichtlich selbst sind,
am wenigsten.

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Hattest du in deinem Leben schon mal dieses Gefühl von All-Eins-Sein? Dieses Gefühl des puren Friedens, der Liebe, Geborgenheit und Vollkommenheit? Der Stille? Kennst du dieses Gefühl? Ich glaube daran, dass ich in diesen Momenten ein Mini-Fragment der Essenz allen Seins empfinde. Die Liebe. Oder Licht. Mein zu Hause. Dieses Gefühl ist nur ein Milli-Fragment, aus der eigentlichen Quelle. Wenn ich mir vorstelle, wie dieses Mini-Fragment größer wird, je näher ich der Quelle komme.. dann wird mir schwindelig!

Ich stelle mir diesen Ort oder Zustand wie pures Licht vor. Um Licht zu erkennen braucht es aber ein Wechselspiel, zwischen Licht und Schatten. Positiv, Negativ. Doch wenn es nur Licht gibt und keinen Schatten, kann ich das Licht nicht erkennen.

Und danach habe ich aber so gedurstet.. ich wollte unbedingt mein Licht erkennen, mich als Wesen erfahren.. Wieviel Licht ist denn jetzt pures Licht? Nur aus diesem Grund bin ich auf dieser Erde inkarniert. Um das zu erfahren. Um mich zu erfahren.




Wenn ich jetzt auf meine Geschichte schaue, schaue ich mit einem etwas anderen Blick darauf, plötzlich macht es Sinn, dass alles so war, wie es war. Wenn ich zur Wurzel meiner Geschichte komme, wird sie mir dann erzählen, was ich denn hier so erfahren wollte? Und habe ich das schon in vollen Zügen gelebt, diese Erfahrung die ich machen wollte?

An welchem schmerzvollen Punkt unserer Geschichte, haben wir uns unbewusst ein innerliches Versprechen gegeben, dass uns das und jenes, nie wieder passieren wird? Wo und wann und warum hat sich zu dieser Emotion ein Schalter umgelegt? Was will ich erfahren?


Ich gab mir z.B. vor 20 Jahren das Versprechen, mir nie wieder meinen Mund verbieten zu lassen und mich nie wieder zu verstecken, vor allem, mich nie wieder zu schämen, für das was ich bin. Nie wieder zulassen, dass sich der Schleier der Lüge über mein Gesicht und mein Herz legt.


Die volle Story gibt’s in dem Video.


Ich blicke auf all die kleinen und großen Katastrophen meines Lebens und frage mich jetzt: Was wollte ich denn da an Licht erfahren?

Mir schenkt das ein schönes Gefühl..

Ziemlich oft.. muss ich dann echt herzhaft lachen.. :)

In Liebe

Deine Johanna




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