• Johanna Pardo

Warum Veganismus für unsere Gedanken Sinn macht..


Es gab in meinem Leben zwei große Phasen, in denen mir klar wurde, dass ich ein Leben lebte, das nicht mein Leben war. Fremdgesteuert. Erwartungen von anderen erfüllend. Leer. Sinnlos. Meistens brauchte es einen ziemlich großen Schmerzpunkt, damit ich beginne in Aktion zu treten.


Die zweite Phase dieser Art hatte ich vor 5 Jahren. Es war wie ein innerer Aufschrei, dass ich dieses Leben, auf diese Art, keinen Tag länger leben wollte. Gesagt, getan. Ich kaufte mir zig Bücher, buchte diverse Seminare, kündigte meinen Job, meine Wohnung, kaufte mir ein Wohnmobil und veränderte noch so manches andere in meinem Leben, was aus meiner Sicht nicht mehr meinem Leben entsprach.


Nach einigen Monaten stellte ich ernüchtert fest:


"So. Alles gemacht, was getan werden sollte und wann kommt jetzt das große innere Glück?"





Wir Menschen sind schon putzig. Ich zumindest. Ich verstand, dass ich die Änderungen in meinem Leben, die wirklich eine innere Änderung hervorrufen, nicht im Außen vollziehen konnte. Es war vollkommen egal wie sehr ich mein Leben im Außen veränderte, wenn ich immer noch durch die gleiche alte Brille schaute, sah alles immer noch unverändert grau aus.


Um meine innere Brille einem Grundputz zu unterziehen, kam ich nicht daran vorbei, zu überprüfen, womit ich jeden Tag meinen Geist und meine Gedanken fütterte. Mir war bis dahin schon sehr klar, dass eine gesunde Ernährung, einen gesunden Körper hervorbrachte - doch auf all das, was ich jeden Tag in meinem Kopf und Gedanken ließ, vollzog ich keine Kontrolle oder stellte die Ernährung wohlmöglich auf Vegan um. Schade auch.


Da stellte ich z.B. fest, dass ich mich zu jederzeit mit Musik, Smartphone, Facebook, WhatsApp, Fernsehen, Nachrichten und vielen weiteren Geräuschen und Impulsen bewusst und unbewusst bombardieren ließ. Ich fand das ja vollkommen normal. Das war mein Alltag. Machen doch alle so?


Und gleichzeitig konnte ich mich mit der Zeit auch nicht der Frage verwehren, wie mein Gehirn denn all diese Informationen wohl verarbeiteten könnte? Millionen von Reize die ständig auf mein wertvollstes Gut einströmten. Auf die Idee, dass gute, positive und gesunde Reize, auch einen gesunden Geist hervorrufen, wäre ich damals niemals gekommen.


Gesagt, getan. Ab diesem Zeitpunkt schaute ich kein Fernsehen mehr, außer ausgewählte Filme. Und Nachrichten werden bei uns bis heute, nur in Maße gelesen, meistens nur einmal die Woche, um auf dem Laufenden zu bleiben.


So. Jetzt. Jetzt habe alles getan. Wann gehts endlich los?





Du merkst es vielleicht schon. Das Thema ist komplexer. Und so subtil, dass es einen wachen Geist erfordert, um dem auf die Schliche zu kommen. So ungeheuerlich, dass es Mut braucht, um sich dem kompromisslos zu stellen.


Bist du bereit?


Der Weg zu dem Mehr in unserem Leben, zu mehr Power, mehr Liebe, mehr Selbstachtung, mehr Fülle, mehr von allem und wieder zurück, führt über die Art und Weise, wie du und ich, jeden Tag mit uns selbst SPRECHEN!


Im ersten Moment scheint es total banal zu sein, oder?


"Wie ich mit mir spreche, ist doch echt vollkommen egal!" wirst du jetzt vielleicht denken.


Nö. Ist es nicht. Absolut nicht. Im Gegenteil. Die Art und Weise wie ich mit mir innerlich, im heimlichen und stillen Kämmerlein umgehe, bestimmt über die Art und Weise meines Lebens, das ich lebe!


Es sind die Gedanken die wir am häufigsten in unserem Leben denken und die sich wie eine Endlosschleife in unser Unterbewusstsein absetzen. Unser Unterbewusstsein, ist für all die Handlungen in unserem Leben verantwortlich, die aus einem Automatismus entstehen. Wir hypnotisieren uns quasi den ganzen Tag selbst.


Wenn du dir nur mal einen einzigen Tag sehr aufmerksam zuhörst, wirst du vielleicht, so wie ich damals, vollkommen erschrocken sein! Was sagst du dir, wenn du morgens in den Spiegel schaust? Was sagst du dir, auf dem Weg zum Meeting? Was sagst du dir, wenn du im Auto sitzt, worüber denkst du nach? Welche Sätze wiederholst du ständig? Und auf eine so subtile Art, dass du es vielleicht noch nicht mal bewusst wahr nimmst? Was sagst du dir, wenn dir etwas runterfällt? Wenn dir etwas misslingt? Wenn du einen Fehler gemacht hast?


Würdest du jemals so mit einem Menschen sprechen, den du liebst?

Mit deinem Mann, deinen Kindern, deiner Frau, deiner Mutter?

Nein? Merkst du etwas?





Als ich damals damit begann, lernte ich zum Beispiel meine Fräulein Rottenmeier kennen. Meine innere Kritikerin, Antreiberin und Diktatorin. Oh je. Was für ein Drill hatte ich in mir ständig am Laufen. Und Little Joe, mein inneres Kind, sowie nicht zu vergessen, Maxine, der Teil in mir, der nur feiern und das Leben genießen will.


Ich bin überzeugt, dass es nicht darum geht, irgendetwas zu werden, sondern alles was in uns ist, zu sehen, zu hören, zu lieben und vor allem zu integrieren. Es ist aus einem bestimmten und guten Grund in uns. Es ist okay. So ist es mir heute z.B. möglich all diese Stimmen und Anteile FÜR mein tiefstes Anliegen zu nutzen.


Ja, es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geht und auch nicht, indem ich ein paar Affirmationen auf dem Meditationskissen vom Besten gebe. Es braucht Zeit, Achtsamkeit, Liebe und eine richtig gute Portion Humor.


Du könntest z.B. damit anfangen, wenn dir das nächste Mal etwas runterfällt.


Statt:

"Was bist du nur für ein Trottel..."


Sagst du vielleicht jetzt:

"Was bist du nur für ein Trottel.... mein Schatz."


Alles beginnt, mit einem ersten kleinen Schritt..


Immer für dich da!


Johanna


#Gedanken #Selbsthypnose #Wertschätztung #vergebedich

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